5 Fakten zu Bilderrahmen – wertvolle Tipps und Infos für eine dauerhafte Archivierung

 

Warum gibt es teilweise solche Unterschiede bei Rahmen – nicht nur im Preis, sondern auch im Modell? Was ist wichtig zu wissen um lange Freude an einem Bild zu haben? Diese und weitere Fragen erübrigen sich hoffentlich nach diesem kleinen zusammenfassenden Beitrag. Lesezeit: Maximal 3 Minuten.

Die einzig wirklich dauerhafte Archivierung ist und bleibt der Druck. Im Vergleich zu einem guten gedruckten Bild verlieren die modernen Speichermedien wie Festplatten und USB Sticks. Nicht nur weil die Speichermedien selbst eine begrenzte Lebensdauer haben, bei einer Festplatte im dauerhaften Betrieb sind das zb zwischen 2 und 10 Jahren, sondern es liegt auch daran, dass sich die Technologie so schnell verändert. Vielleicht habt ihr ja schon von USB 2.0 und USB 3.0 gehört.

Als über die Jahre verlässlich und zeitlos hat sich der Druck bewiesen. Verlässlich? Naja dabei kommt es natürlich auf die richtige Handhabung an. Hier kommen 5 Tipps bzw. Info-Punkte was ihr bei euren gedruckten Bildern für die Wand beachten solltet:

Der richtige Rahmen unterstützt die Wirkung eines Bildes.

1. Rahmen

Ein Leinenbild braucht im Gegensatz zum klassischen Print keinen Rahmen. Das kann man zwar auch machen und diese Technik nennt sich dann Schattenfugenrahmen, wenn die Kante des Bildes frei und nicht abgedeckt ist. Ein gerahmtes Bild öffnet den Blick, darum ist es oft typisch, dass ein Rahmen nach innen abfällt, so wird das Auge aufs Bild geleitet. Man muss also beachten, dass der Rahmen nicht nur zum Bild, sondern eben auch zum Raum passt.
Es gibt unterschiedliche Rahmenarten, wie den schon erwähnten Schattenfugenrahmen, die weiteren sind zb Leerrahmen und Glasrahmen. Wir widmen uns den Glasrahmen.

2. Glas

Glasrahmen eigenen sich am besten für Fotografien. Hierfür gibt es Vitrinen- und Glaswechselrahmen. Bei Vitrinenrahmen besteht zwischen Glas und Bild ein Abstand, sieht man auch zb oft in Galerien, es ist also eine sehr hochwertige Art der Präsentation. Den Glaswechselrahmen kennt ihr sicherlich auch bereits von eurem zuhause, hier schützt das Glas den Druck in dem es mehr oder weniger am Druck aufliegt.

Aber ist es wirklich immer Glas? Eben nicht und deshalb ist dieser Punkt sehr wichtig. Es gibt Acryl-, Echt- oder Museumsglas. Die Kunststoff Variante findet sich oft in günstigen Rahmen. Es ist nicht sehr kratzfest und schützt den Druck auch nicht vor UV-Einflüssen. Die bessere Alternative ist hier Glas und im besten Fall Museumsglas. Dieses ist entspiegelt und absolut zur dauerhaften Aufbewahrung geeignet. Es ist zwar nicht die kostengünstigste Variante aber sie macht sich durchaus bezahlt.

Zweifach nutzbares Glas entweder als “normal” oder “anti-reflex”

3. Passepartout

Was sich ebenfalls bezahlt macht ist ein Passepartout. Es ist sozusagen das Verbindungsstück zwischen Bild und Rahmen. Da es als Abstandhalter zum Rahmen fungiert, wird es als leicht wahrgenommen und gibt auch dem Gesamtbild eine Leichtigkeit. Das Passepartout ist ein säurefreier Karton, er bindet Schadstoffe und schützt so das Bild.

Detail Aufnahme eines Vitrinenrahmens mit Passepartout.

4. Material

Ihr denkt vielleicht, dass das häufigste Material Holz ist. Optisch definitiv. Was ich damit meine? Die meisten günstigen Rahmen sind Kunststoff Rahmen. Das großartige an ihnen ist, sie können vorgeben fast jedes Material zu sein, so auch Holz oder sogar Aluminium. Echtholz ist natürlich teurer und weißt auch die echten Eigenschaften eines Holzes auf, es kann sich also farblich etwas verändern bzw. schaut nicht jeder Rahmen exakt gleich aus.

Rahmen mit Ornamenten und zwei-teiligem Passepartout (creme und grau)

Echtholz oder Kunststoff als Holz “getarnt”, die Möglichkeiten sind vielseitig.

 

5. Pflege & Auswahl

Welcher Rahmen ist also für dich der richtige? Es kommt aufs Bild drauf an und wieviel es dir Wert ist. Wenn ein Bild möglichst lange leben und vielleicht am gleichen Platz hängen soll, dann lohnt sich die Investition in einen hochwertigen Rahmen. Er pflegt das Bild nicht nur er gibt dem Gesamtwerk eine schöne Ästhetik. So ein Bild ist, wenn es so brav an der Wand hängt vielen äußeren Einflüssen ausgesetzt, die uns im ersten Moment gar nicht so bewusst sind: Luftfeuchtigkeit, Sonnenlicht, Abgase, Ungeziefer oder auch Zigarettenrauch. Mittlerweile sind gute Rahmen ein sehr sicheres Zuhause für dein Bild so dass es eine Lebenszeit auf 100 Jahre plus hat… gesetzt natürlich es fällt nicht runter 😉

Günstiges Kunststoff “Glas” ist sehr empfindlich und zeigt schnell Gebrauchsspuren.

Billiger Rahmen, billige Optik und die Halterung löst sich ebenfalls nach dem ersten Öffnen der Rückseite.

 

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